Guasca, Cundinamarca

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Ca. 60 Kilometer von Bogota liegt das verschlafene Dörfchen Guasca. Komplettes Kontrastprogramm zu Bogota – kein Stress, kein Lärm, kein Stau. Es gibt außer Wanderungen im National Park Chingaza nicht viel zu tun, schon garnicht ohne Auto. Ländliche Idylle. Hier ein paar Eindrücke von Guasca im Department Cundimarca…

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die Landschaft

 

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kurz vor Guasca

 

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Oldtimer und „geparktes“ Pferd vor einer Bar

 

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Kirche von Guasca

 

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Tanzaufführung auf dem Dorfplatz

 

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Dorfplatz von Guasca

 

 

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junger Musiker bei der Aufführung

 

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Tänzerinnen

 

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tanzende Gäste

 

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Verkaufsstände

 

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frische Produkte

 

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Obleas, süße Kalorienbomben

 

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Dorfbrunnen

 

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nähe Dorfplatz

 

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Pferd vor der Bar geparkt🙂

 

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idyllisch, oder?

 

Kolumbien überrascht einfach immer wieder wie vielfältig die Landschaften und die Kulturen innerhalb des Landes sind. Ein Besuch lohnt sich.

Palomino

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Wer an der kolumbianischen Karibikküste reist, sollte einen Stop im traumhaften Palomino einlegen. Die entspannte Atmosphäre ist einfach genial.

Ja, es ist eine Backpackerhochburg und zu gleich ist Palomino selbst ein Dorf, aber ich finde dort bekommt man noch ganz gut die Kurve zwischen Provinznest und Touristenmagnet.

Kein Wunder, dass Palomino so beliebt es. Es ist einfach mit dem Bus zu erreichen und bietet wunderschöne Strände. Günstige Hostels mit Doppelzimmern, Mehrbettzimmern und Hängematten liegen direkt am Meer, surfen ist möglich und ein weiteres Highlight ist Tubing – im nahe gelegenen Fluss in einem Reifen sitzen, links und rechts die Berge genießen und sich mit der angenehmen Strömung flussabwärts treiben lassen.

Go with the flow

Stress ist hier ein Fremdwort. Morgens baden gehen, gemütlich am Strand frühstücken, sonnenbaden, lesen, eventuell surfen, frischen Fisch und Kokusreis zum Mittagessen, eine Runde auf dem Fahrrad drehen, Beachvolleyball spielen, entspannen. Zum Sonnenuntergang in netter Runde was trinken, Musik hören, am Lagerfeuer sitzen, schlafen. Und wiederholen.

Hier ein paar Eindrücke:

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Der Weg vom Dorf zum Strand

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Typisch kolumbianisches Mittagessen – Reis, Linsen, Salat und Patacon (frittierte Kochbanane)

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Fahrradverleih

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hier werden Kaffee und frische Säfte verkauft

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einfach am Strand chillen

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den Tag ausklingen lassen

Von Santa Marta kommt man ganz einfach vom Markt mit dem Bus in ca. 90 Minuten für unter 10.000 COP (3 Euro) nach Palomino. Außerdem fahren vom Busterminal ständig Busse ab, die etwas schneller sind, da sie nicht ständig anhalten.

 

Minca

Santa Marta ist der perfekte Ausgangspunkt für fantastische Tagesausflüge bzw. Mehrtagestouren. Es bieten sich Fahrten zum Tayrona National Park an, die mehrtägige Lost City Wanderung zu indigenen Orten sowie Strand- und Tauchausflüge nach Taganga. Wer einfach mal eine Pause von Strand und Meer an der Küste braucht und sich nach Grün sehnt, dem kann ich die Umgebung rund um Minca empfehlen.

Nur ca. 15 Km von Santa Marta entfernt, taucht man in eine wunderschöne grüne Landschaft voller Berge, Hügel und Wäldern ein. Es ist meist ein Tick kühler bzw. bewölkter als in Santa Marta, was das Spazieren gehen erheblich vereinfacht.

Was gibt es zu tun?

Minca selbst ist ein Nest, gefühlt gibt es zwei Querstraßen. Da Minca als Ausflugsziel doch bei internationalen Backpackern immer beliebter wird, gibt es dort neben ein paar kolumbianischen Restaurants auch mittlerweile eine französische Bäckerei mit „richtigem“ Brot (Rarität in Kolumbien), zahlreiche Cafes wie zum Beispiel das Lazy Cat mit einer Terrasse hintenraus und Blick auf Bäume und einen Fluss, sowie auch einen Burger Laden und paar alternative Shops mit Kaffee aus der Region, selbstgemachten Marmeladen und Kunst.

Es bieten sich zwei einfache Wanderungen an. Es gibt auch längere Ganztagestouren z.B. zu Los Pinos, bei denen man allerdings extrem früh aufstehen muss, sonst erschlägt einen die Mittagshitze.

Ausflugstipp Nr. 1 Pozo Azul

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Zum einen kann man an der Hauptstraße entlang (fast kein Verkehr)  ca. 1 Stunde bergauf zum Pozo Azul laufen. Nach einer Abzweigung, die gut ausgeschildert ist, kommt man an dem „Teich“ an und kann sich im kalten Wasser abkühlen.

Für alle Lauffaulen – es gibt auch Mototaxis für ca. 6000 Pesos. Wer mehr Zeit hat, kann noch ein Stück weiter zur Finca Victoria laufen, dort werden täglich Kaffeetouren angeboten.

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Ausflugstipp Nr 2: Las Cascadas de Marinka (Marinka Wasserfälle)

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Wie auch zum Pozo Azul, dauert die Wanderung ca. 1 Stunde, es geht allerdings genau in die andere Richtung und auch zum Teil etwas bergauf. Belohnt wird man mit einem Bad in dem kühlen Wasserfall.  Einfach entspannend, das endlose Plättchern des Wassers und die zwitschernden Vögel zu höhen. Kein Lärm, kein Stress, Natur pur.

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Marinka Wasserfall

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Der Weg ins Dorf zurück

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schön schattiger Spaziergang

Übernachtungstipp

Wer übernachten möchte, dem kann ich beispielsweise das Hostel Casa Loma empfehlen. Angeboten werden Doppel- und Mehrbettzimmer bzw. Hütten sowie Hängematten. Das Hostel liegt ein Stück überhalb vom Dorf, total ruhig in der Natur gelegen und hat einfach den besten Ausblick über das Tal bis hin nach Santa Marta zu bieten.

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Mein Tag konnte nur gut werden, als ich morgens um 9 Uhr Yoga an der frischen Luft angeboten wurde und ich danach mein leckeres Müsli und Obstsalat mit Ausblick über Santa Marta aß.

Dort zum Sonnenuntergang mit Freunden sitzen und was trinken, fand ich auch weltklasse.Es gibt leider keine Gemeinschaftsküche, aber die angebotenen Mahlzeiten sind super lecker.

Einfach von Santa Marta in ca. 40 Minuten mit dem Kollektivo Bus für 8000 Kolumianische Peso (ca. 2,10 Euro) von der Station „Mercado“ zu erreichen. Sobald das Auto voll ist, wird losgefahren.

Bogotá

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Wer denkt, dass es in Kolumbien überall tropisch warm ist und das Wetter zu T-Shirt und Shorts einlädt, war noch nicht in Bogotá. Kolumbiens Hauptstadt liegt auf über 2600 Meter hoch in den Anden und als warm empfinde ich andere Temperaturen. Klar kommt auch mal die Sonne raus und es kann frühlingshaft warm werden, aber meist bewegen sich die Temperaturen zwischen 15 und 22 Grad. Dazu kommt noch regelmäßiger Regen. Willkommen in den Anden.

Ich hatte die ersten drei Tage erstmal mit der Höhe zu kämpfen. Hätte nie gedacht, dass mir das was ausmachen würde – aber schwer getäuscht. Müdigkeit und Energielosigkeit waren meine ständigen Begleiter die ersten Tage. Nix mit groß Wandern.

Bogota ist einfach riesig. Angeblich wohnen 9 Millionen Einwohner in der Hauptstadt Kolumbiens und täglich endlos Stau. Seit ein paar Jahren gibt es zwar das Bussystem „Transmillenio“, allerdings quetscht man sich zu Stoßzeiten auch nur da rein.

Bogotá ist modern, kosmopolitisch und faszinierend. Es gibt zig Sehenswürdigkeiten, Ausflüge in der Umgebung, Kunst und Kultur, Cafés, Restaurants, Shoppingmöglichkeiten und Nachtleben für alle Geschmäcker.

Da die Regierung und die Wirtschaft Kolumbiens in Bogotá sitzen, werden die Einwohner Bogotás meist als arbeitsam und modern angesehen. Anders als in vielen anderen kolumbianischen Städten gibt es eine riesige Kunst, Mode- und Musikszene – hier kann sich jeder anziehen wie er möchte und sich in seiner Subkultur austoben.

Falls du einige Tage in Bogotá verbringen möchtest, habe ich einige Vorschläge für dich:

Graffiti Tour

Zwei mal täglich geht die Graffiti Tour am „Parque de Los Periodistas“ los. Die Guides erzählen über die Graffiti Kultur Bogotás und erklären verständlich, welche berühmte Graffiti Künstler und Gruppen die Stadt hat und was die Graffitis und Tags bedeuteten – kunterbunt und keine Minute langweilig.

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Ausflug zum Berg Monserrate

Der Ausblick über Bogotá vom Monserrate ist einfach grandios – besonders an sonnigen Tagen hat man einen traumhaften Ausblick und bekommt ein Gefühl für die Größe der Stadt. Endlos Häuser -soweit das Auge reicht. Den Aussichtspunkt erreicht man mit einer Zahnradbahn oder Gondel.

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Ausblick über die Metropole

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Durch die Altstadt bummeln – Candelaria

Rummel einfach durch die Altstadt namens Candelaria – vorbei am Plaza de Bolivar und den Regierungsgebäuden bis zu kleineren Gässchen und bunten Häuschen.

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Plaza de Bolivar

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Straßen in der Altstadt Candelaria

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Gold Museum

Das Goldmuseum begeistert auf mehreren Stockwerken und erzählt die Geschichte des Goldrausches in Kolumbiens, die Bedeutung des Goldes für indigene Völker und zeigt atemberaubende, jahrhundertealte Arbeiten.

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 Viel Spass beim Erkunden….  Es gibt viel zu entdecken!

Unbekanntes Kenia – Kamelrennen und Kulturfest in Samburu

An welche Tiere denkst du, wenn du an Kenia denkst? Löwen? Elefanten? Zebras? Ja, die gibt’s natürlich auch in Kenia. Aber wusstest du, dass es auch Kamele gibt? Also ich hätte die eher in der Sahara eingeordnet.

Als ich längere Zeit in der Region Samburu verbracht habe, wurde mir erzählt, dass es nicht nur Ziegen- und Kuhhüter gibt, sondern auch Kamelzüchter. Und die Kamele sind dort richtig was wert.

Zum Beispiel ist es bei Samburu-Hochzeiten immer noch der Brauch, den Eltern der Braut, Tiere zu schenken – Kamele sind mit Abstand am meisten Wert.

Kamelrennen in Kenia

Ein Mal im Jahr an einem Wochenende im August findet sogar ein Festival zu Ehren der Kamele in Maralal statt. Die Stadt Maralal liegt ca. 300 km nördlich von Nairobi und ist Teil der Region Samburu.

Ich hatte das Glück das Camel Derby live zu erleben – es ist ein Erlebnis. Tage vorher kommen die Jockeys mit ihren Kamelen landesweit für das dreitägige Event angereist. An einem der Tage dürfen sogar Touristen bzw. Amateure am Rennen teilnehmen. Viel Mut braucht man schon, um auf das Tier zu steigen und es kilometerweit zu reiten, ohne runterzufallen. Die Profis reiten sogar 42 km durch das meist karge Hochland.

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Die Kamele werde startklar gemacht

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Die Besucher warten, dass es losgeht

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An der Startbahn

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und los geht’s!

 

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Amateure auf Kameln

Allerdings muss ich dazusagen, dass die Tiere schon manchmal ganz schön gestriezt werden, wenn sie aufmocken – unschön.

Samburu Krieger

Samburus beobachten das Kamelrennen

Das Fest drumherum

Der für mich viel schönere und interessantere Teil des Camel Derbys ist das Treiben drumherum. Die Einwohner aus sämtlichen umliegenden Dörfern kommen mit der ganzen Familie zu Besuch und genießen den Jahrmarkt. Es gibt zig Verkaufsstände mit Souvenirs, kenianisches Essen und Schaustellern wie auf einem Jahrmarkt. Für Kinder gibt es ein Karussell,  Planschbecken und Hüpfburg zum Austoben.

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camel derby planschbecken

Kulturelle Zeremonien

Mein persönliches Highlight des Camel Derby hat gar nichts mit den Kamelen zu tun. Es sind tradionelle Tanz-und Gesangsaufführungen der Einheimischen. Diese in traditionellen Gewändern und Schmuck zu sehen, ist grandios. Es gibt auch eine Art „Showfläche“ wo man traditionelle Lehmhütten der verschiedenen Stämme der Region besuchen kann, und es wird Kunsthandwerk ausgestellt. Stämme, die normalerweise sich anfeinden, kommen zu diesem kulturellen Event zusammen und feiern friedlich.

tradionelle Hütte

Ausstellung von Kunsthandwerk

Ich hatte das Glück, Teil mehrerer Zeremonien zu sein und die traditionellen Rituale einer Hochzeit des Stammes Turkana mitzuerleben Das Hochzeitspaar wurde wohl finanziell unterstützt, sodass sie die Hochzeitszeremonie öffentlich machten. Als Europäer versteht man oftmals garnicht die Rituale, aber allein die Zeromie zu beobachten, ist einmalig.

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Tanz und Gesang

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Zeremonien während des Camel Derbys

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zwei ältere Herren unterhalten sich

traditioneller tanz

Tanz mit dem Turkana-Brautpaar

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Maralal International Camel Derby

Wer gerade  in Kenia ist, sollte das Maralal International Camel Derby vom 25. bis 28. August 2016 nicht verpassen. Hotels und Unterkünfte gibt’s vor Ort, Camping ist auch möglich. Wer mehr Informationen möchte oder einen Guide sucht oder sogar mal bei einem Samburu einen Tag zu Hause verbringen möchte, ich kann euch gerne Tipps geben.

Jardín – Kaffee trinken in den Anden

Wenn Maria Victoria ihren „Tinto“ mit ihren Freudinnen in einem der gemütlichen Cafés rund um den malerischen Dorfplatz trinken möchte, wird zwei Mal in die Hände geklatscht und die Bedienung somit gerufen. Diese bringt sogleich den Tinto – schwarzer Kaffee ohne Milch und Zucker, dafür aus der Region, aus herrlich altmodischen weißen Porzellantassen.

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Jedes Café hat seine eigenen individuellen farbigen Holzstühle vor dem jeweiligen Cafe stehen, die hin und wieder mit typischen Bildern der Paisas (den Einwohnern des Region) verziert sind. Links und rechts wird der Patz von malerischen Cafés, Bars und Restaurants sowie Hotels und kleinen Geschäften in bunten Häusern geziert.

Parque El Liberator – Mittelpunkt des Lebens

Der Dorfplatz mit der prägnanten Kirche ist der Treffpunkt für alle. Ältere Leute halten Plausch auf den Bänken, die Jugend verabredet sich hier, Kinder spielen auf dem Patz, Familien genießen ihren Kaffee im Cafe oder auf dem Platz, Touristen fotografieren die Kirche und Obstverkäufer preisen ihre Ware an.

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jardin plaza antioquia colombia

Insbesondere Sonntags kommt jeder ins Dorfzentrum. Zum Gottesdienst in der Kirche, Essen gehen mit der Familie, Plauschen und Kaffee trinken oder einfach immer wieder den idyllischen Platz umgeben von grünen Hügeln zu bewundern. Viele Paisas, die wochentags auf den Feldern und auf den Kaffeefarmen in der Umgebung arbeiten, lassen es sich sonntags in den Bars bei lauter kolumbischer Cumbia- und Vallenato-Musik und viel Anis-Schnaps (Aquardiente) gutgehen. Die Pferde werden kurzfristig vor den Bars geparkt.

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Fruchtbares Land

Jardín ist so schön klein und überschaubar und trotzdem hat es sehr viel zu bieten. Das angenehme Klima sowie regelmäßiger Regen sorgen dafür, dass um Jardín herum Kaffee, Bananen, Passionsfrüchte und weitere Früchte prächtig gedeihen. Die fruchtbaren Hügel umhüllen malerisch das farbenfrohe Dorf.

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Ausflüge

Am Wochenende kehren viele kolumbianische Familien der Großstadt Medellin den Rücken zu und suchen die Ruhe bzw. Natur und Abenteuer in Jardín. Besonders beliebt sind Reitausflüge und Wanderungen zur „Cueva del Espendor“, einem einzigartigen Wasserfall, der durch ein Loch in einer Höhle trifft. Großartiges Naturspektakel. Wer noch mehr Abenteuer möchte, kann sich beim Abseiling beweisen und sich angeseilt neben dem Wasserfall herunterhangeln.

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Ob abenteuerliche Ausflüge oder gemütliches Schlendern durch Jardín – ein Ausflug nach Jardín lohnt sich und ist noch ein Geheimtipp unter internationalen Reisenden.

Mein Lieblingsdorf in Kolumbien!

Grenzüberschreitende Erfahrungen – Eine Zugreise von Tansania nach Sambia

Eine angenehme Art des langsamen Reisens ….oder wie ich gelernt habe, geduldig zu sein…

Hättest du mich vor einigen Monaten gefragt, ob ich mir vorstellen kann, in Afrika mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen, hätte ich mit dem Kopf geschüttelt und mich über die komische Frage gewundert. Gibt’s da überhaupt Busse und Züge? Ist das nicht gefährlich? Hat man da einen Sitzplatz oder muss man stehen? Und warum sollte ich mir das antun?

bahn tazara Tansania Sambia

Zug fahren in Afrika

Nach einiger Internetrecherche habe ich einen Bericht über die einmalige Zugstrecke von Tansania bis nach Sambia gelesen, die mit dem TAZARA (TAZARA steht für Tansania-Zamibia-Railway Authority) zurückgelegt wird. Die Strecke von Dar-es-Salaam, Tansania zur Endstation Kapiri Mposhi in Sambia beträgt 1860 km und wird innerhalb von drei Tagen, je nachdem wie oft (unplanmäßig ;-)) gehalten wird, zurückgelegt. Die Reise mit dem Zug hörte sich abenteuerlich und nach einer willkommenen Abwechslung nach den ruckeligen Busfahrten an.

Bahnhof tazara

Bahnhof Dar-es-Salaam, es kann losgehen

Bahnhof Afrika

Menschen auf den Gleisen während einer Pause

Das Abenteuer beginnt schon vor der Fahrt

Das Abenteuer fängt schon vor der Zugfahrt an. Es gibt keine Online Tickets zu kaufen, geschweige denn eine übersichtliche Homepage von TAZARA. Am besten geht man persönlich zum TAZARA-Bahnhof in Dar-es-Salaam, um sich das Erste-Klasse-Ticket zu reservieren. Erste Klasse heißt in dem Fall, dass man ein ordentliches Bett in einem Vierer-Kompartment bekommt. Die Reservierungen werden auf einem Zettel notiert, Computer benötigt man nicht in Tansania…und es funktioniert erstaunlich gut!

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die Fahrkarte

Das Ticket ist eine dickeres Pappkärtchen mit handgeschriebenen Zahlen, die auf Wagon und Abteil hinweisen.

Der Zug fährt nur dienstags und freitags in Dar-es-Salaam ab. In den 1970ern mit Hilfe der Chinesen gebaut, mein “Express”-Zug sah so aus, als hätte sich auch seitdem nichts gravierendes verändert. Grauer Strahl, einfache Innenausstattung und ein Wagon mit Essensabteil. Jetzt kann ich sagen, ich habe mir ein Erste-Klasse-Ticket gegönnt – nur in der Ersten Klasse gibt’s angenehme Betten und etwas Platz im Abteil. In der zweiten Klasse quetschen sich sechs Personen ins Kompartment, dritte Klasse heißt Sitzplatz, umgeben von Einheimischen, vielen Kindern und viel Gepäck.

Abfahrt in Tansania

Super pünktlich verließen wir Dar-es-Salaam um 15.50 Uhr. Die ersten Stunden vergingen wie im Flug. Schnell hatte ich mich an mein neues Zuhause für die nächsten Tage gewöhnt und meine Reisepartnerin und ich lernten noch andere internationale Reisende kennen. Einheimische sind aus Kostengründen eher in der zweiten und dritten Klasse unterwegs.

Als es abends dunkel wurde, wurde Essen in der Ersten Klasse und im Restaurant serviert. Nach vier Stunden Fahrt, stoppte der Zug ein Weilchen im Nichts, ohne Ansage, ohne Auskunft, wann es weitergehen könnte, einfach nur warten. Im Nachhinein stellte sich raus, dass wir wohl die ganze Nacht auf einen entgegenkommenden Zug gewartet haben. Schlafen ohne Gerüttel und Fahrgeräusche ging wunderbar!

 

Atemberaubende Landschaft

Die Landschaft auf dem 1860 Kilometer langen Fahrt änderte sich von saftig-grünen Feldern mit Palmen zu trockenen, braunen Gegenden, die an die Massai-Steppe erinnern bis hin zu zugewachsenen Wäldern.

Ich erlebte laute, volle Bahnhöfe mit vielen Einheimischen, die alles von warmen Mahlzeiten (besipielsweise getrockneten Fisch), kühlen Getränken bis hin zu Socken alles verkaufen. Dann wieder kleine, fast menschenleere Bahnhöfen im Nirgendwo, wo man traditionelle Rundhäuser in den ländlichen Gegenden sah. Frauen mit Eimer voller Wasser auf dem Kopf, Feldarbeiter in der Hitze, Kinder, die dem Zug hinterher rannten und nach uns schrien.

Landschaft Tansania sambia

landscape  africa

Fenster Zug TAZARA

Die Kunst, gelassen zu sein

Lange Pausen an den Bahnhöfen. Zehn Minuten, eine Stunde, sechs Stunden. Unvorhersehbar. Die Zeit verging ganz gut, indem ich meinen Kopf auf dem Fenster hielt und das Treiben auf den Bahnhöfen anschaute, mich mit internationalen Reisenden und Einheimischen (viele Einwohner Sambias sprechen sehr gutes Englisch) unterhielt, Podcasts hörte, mein Buch laß, träumte, im Abteil herumlief, aß und schlief. Und das ganze dann von vorne.

Irgendwann hatte ich dann auch begriffen, dass es keinen Sinn macht, von den unvorhersehbaren, scheinbar Endlosstops genervt zu sein. Es machte irgendwann keinen Unterschied mehr, ob wir nach 50 oder 60 Stunden in Sambia ankommen. Ich hatte ja sowieso keinen Einfluss darauf. This is Africa. Stress gibt es hier nicht. Als ich dann die Situation einfach mal so angenommen habe, war ich auf einmal relaxt und genoß die Internet- und stressfreie Zeit, in dem ich einfach die vorbei rauschenden Landschaften bewunderte.

Makambako train station Tanzania

Stop in Makamboko

Bahnhof Afrika Tazara

Typisches Treiben am Bahnhof

Landschaft Zug Tazara

der Zug schlängelt sich durch abgelegende Gegenden….

Was sind schon 65 Stunden?

Nach etwa unglaublichen 65 (!!) Stunden kamen wir dann schlussendlich in New Kaipiri Mposhi an, eine Stadt im Nordwesten Sambias, drei Tage nach unserer Abfahrt in Dar-es-Salaam.

Es war eine wunderbare Erfahrung, die ländlichen Gebiete Tansania und Sambias zu sehen, eine angenehme Art des langsamen Reisens. Anstrengend und unvorhersehbar, und genauso faszinierend und einmalige Art in Afrika unterwegs zu sein.

Zugfahrt Afrika

Züge Afrika

Tanzania Sambia train ride

Noch mehr Tipps für deine Zugreise:

  • Das Erste-Klasse-Ticket von Dar-es-Salaam nach New Kairiri Mposhi kostet 104.000 TSH (Stand Ende 2015), das sind ca 50 Euro. Ich empfehle dir am besten das Ticket im Voraus am Bahnschalter in Dar-es-Salaam zu sichern
  • Ein einfaches Touristenvisa bekommst du im Zug bzw. die Grenzbeamten kommen ins Abteil
  • Von New Kaipiri Mpsohi kann man mit dem Bus nach Lusaka fahren, die Straßen sind echt gut in Schuss. Von Lusaka fahren Busse zu den Victoria Fällen bzw. nach Livingstone
  • Essen und Trinken gibt es im Zug zu kaufen, ist allerdings recht einfältig. Ratsam ist es vorher Früchte und Kekse zu kaufen
  • Es gibt keine Steckdosen, lade deine elektronischen Geräte vor der langen Fahrt auf oder bringe eine Powerbank
  • Um die lange Fahrt zu überbrücken, halte dich auf Trapp mit Büchern, Musik, Podcasts und Rätselzeitschriften

 

Genieß die einmalige Zugfahrt! Entspann dich und lerne geduldig zu sein!

sunset africa train

 

 

 

 

 

Geheimtipp Usambara-Berge – Wandern abseits der Touristenpfade

Wenn man an Tansania denkt, kommt einem meist Kilimandscharo, Safari im Serengeti und Strandurlaub auf Sansibar ein. Noch nicht vom Tourismus überlaufen, sind die Usambara Berge.

Von Lushoto nach Mtae

Ich habe mich für die 3-Tage-60km-Wanderung von Lushoto nach Mtae entschieden. Da absolut nichts ausgeschildert ist und es viele Trampelpfade gibt, geht die Wanderung nur mit ausgebildetem Guide. Die Guides müssen einer lokalen Wanderorganisation angehören und einen Teil ihres Gehalts abgeben, welches dann in soziale Projekte vor Ort investiert wird.

John, unser local Guide, ist ein absoluter Glücksgriff. Er kennt jede Tierart, jeden Baum und jeden Pfad. Genauso gerne erzählt er von seinem Stamm, dem Simbaa und durch Landwirtschaft, den Gemeinden und dem meist bäuerlichen Leben vor Ort.

Etappe 1: von Lushoto nach Lusoki (22 Km)

Morgens um 8.30 Uhr holt uns John von unserer zentralen Unterkunft am Busbahnhof in Lushoto ab. Raus aus der lauten Stadt, rein in die Natur. Wir laufen vorbei an saftig grünen Feldern, wo u.a. Kartoffeln, Karotten, Mais und Zuckerrohr angebaut werden. Viele Dorfbewohner wohnen in einfachsten Verhältnissen, oftmals besitzen sie ein Stück Land, was sie bewirten. Wenn Gemüse vom persönlichen Verbrauch übrig bleibt, wird es dann auf dem Markt verkauft.

Auf unserem Weg durch den tropischen Magamba Forest (es geht ganz schön bergauf) machten wir Bekanntschaft mit Affen und perfekt getarnten Chamäleons. Die Landschaft erinnert stark an Costa Rica oder Kolumbien. Grüne Landschaften, Lianen, gute Luft – Ich fühle mich pudelwohl.

Unser Mittagessen bereitet John am Wegesrand mit Blick auf die grünen Hügel vor. So lässt es sich leben.

Bis ca. 16 Uhr erreichen wir dann Lusoki, ein unspektakuläres Dörfchen, mit noch unspektakulärem Gästehaus. Ich bin mega erschöpft, aber total begeistert von die Natur. Es ist mit bewölktem Himmel angenehm warm, allerdings wird es abends sehr kühl, ohne Jacke friert man.

Tansania Usambara-Berge

Chamäleon Tansania

grün auf grün- perfekt getarnt

Mittagessen Tansania Usambara-Berge

Mittagessen vom Guide gezaubert

Etappe 2: von Lusoki nach Rwangwi (17 Km)

Am Morgen noch kühl, wurde es schlagartig sonnig und heiß, was das Wandern leicht erschwert hat. Es geht wieder durch unzählige kleine Dörfchen, immer wieder werden wir von den Einwohnern gegrüßt. Die Kinder kommen näher, rufen „Wazungu (Weiße), wollen high fives und fordern „take a picture“ im Chor. Manchmal wundert man sich, wie die Kids mich auf 100 Meter schon auffinden und rufen.

Heute steht weniger Dschungel, sondern mehr Felder und Dörfchen auf dem Programm sowie der steile Weg entlang von Steinen und Büschen.

Nach 17 langen Kilometern kommen wir in dem Dorf Rwangwi an und übernachten im Gästehaus des örtlichen Klosters. Abends bekochen uns die Nonnen mit Gemüse aus der Umgebung – einfach köstlich.

Landschaft Tansania Usambara-Berge

Guide Usambara Berge Tansania

Guide Josh erklärt was über die Rundhäuser

Essen Kloster Wanderung Usabara Berge

das Abendessen im Kloster

Etappe 3: von Rwangwi nach Mtae (15 Km)

Entspurt. So schön die Wanderung ist, bin ich  ganz schön gerädert. Aber die Landschaften laden immer wieder zum Träumen ab und lenken von den Strapazen ab.

Heute erwarten uns ganz verschiedene Landschaften: landwirtschaftlich genutzte Felder, winkende Dorfbewohner, Regenwald und sogar Kiefernwald, der stand an einen Wald in Deutschland erinnert.

Wanderung Usambara Berge

Der „Wanderpfad“

 

wandern usabara berge

Highlight der Wanderung ist Mtae,  das Dorf mit Blick über die weite Massai Steppe und die Pare Moutains. Erster Gedanke: Wow. Zweiter: Es erinnert an den Ngorogoro Krater in Tanzania. Es geht steil bergauf, unten ist alles flach und der Blick in die Weite scheint unendlich.

Mtae Tansania Wanderung Usabara Berge

Genial. Alle Anstrengung hat sich gelohnt. Abends sitzen pünktlich zum Sonnenuntergang an einem Viewpoint und lassen unseren Blick über die Weite streifen.

Um 4:30 Uhr geht der einzige, seeehr frühe Bus von Mtae nach Lushoto zurück.

Morgens Nebel Tansania Usambara-Berge

Nebel über den Feldern frühmorgens

Fazit: Geniale Wanderung, moderater Schwierigkeitslevel, großartige Landschaften zwischen beschaulichen Dörfchen, Feldern und exotischen Wäldern.

Kosten:

3 Tage inklusive registrierten Guide, Übernachtung, Essen, Transport, ausgenommen Getränke, kostet täglich 50.000 Tsh (ca. 22 Euro). Absolut fairer Preis. Kontakt zu unserem Guide kann ich bei Interesse gerne herstellen.

Mit dem Bus aus Arusha oder Dar-es-Salaam dauert es ca. jeweils 8-9 Stunden und kostet ca. 18.000 Tsh. ( ca. 9 Euro)

By the way: Schon mal von dem Usambara Veilchen gehört? Ja, das lila Blümchen, was in deutschen Wohnzimmern steht, kommt ursprünglich aus den Usambara Bergen.

5 unvergessliche Highlights Tansanias – was du in Tansania gesehen haben musst

Tierreich. Vielseitig. Einzigartig

Mein Herz schlägt schneller, wenn ich Tiere in freier Wildbahn sehe. Ich bin automatisch glücklich.

Perfekte Voraussetzungen für meine Tansaniareise, denn das Land bietet den perfekten Mix aus einzigartigen Landschaften, Tieren und Kultur.

Meine persönlichen Highlights

1. Tarangire Nationalpark

Viele haben schon mal vom riesigen Serengeti Nationalpark gehört. Da die eindrucksvolle Gnu-Wanderung vom Serengeti nach Masaai Mara allerdings schon im August stattfindet und ich dafür zu spät war, habe ich mich für eine Safari im weniger bekannten Tarangire Nationalpark entschieden.

Tarangire ist so groß wie ganz Luxemburg und man bekommt das unverfälschte Busch-Feeling. Riesige Baobabbäume, an denen sich Elefanten reiben, Akazienwälder und endlos trockene Weiten. Der Tarangire Fluss, der sich mitten durch das Gebiet schlängelt, dient den Tieren als Wasserstelle.

Gnu und Büffelherden, Zebras, endlos viele Elefanten begleiteten mich den ganzen Tag.

Elefanten Tarangiere Tansania

Elefantenherde im Tarangire NP

Gnus Tarangire Nationalpark Tansania Baobab

Gnus und Giraffen nähe der Baobab Bäume

2. Ngorogoro Krater

HAMMER! Ich habe mich wie auf einem anderen Planeten gefühlt als ich vom Kraterrand zum ersten Mal in den Krater schaute. Absoluter Wow-Effekt und mit nichts zu vergleichen.

Da ich in der Trockenzeit da war, waren die Tiere leicht zu finden. Wir haben sogar eine weibliche Löwengruppe (ja, die Weibchen gehen jagen) beobachtet, wie sie anderen Tieren aufgelauert haben. Großartig! Weiteres Highlights war die Sichtung eines Nashorns in der Ferne. Mittagspause am Teich mit zig Nilpferden werde ich auch nie vergessen.

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Blick über den Krater

Gnus Zebra Ngorogoro Krater

Gnus und Zebras im Krater

Ngorogoro Krater Tansania

Löwin Ngorogoro Krater

3. Mount Kilimandscharo und Mount Meru

Tansania ist gesegnet mit Bergen. Kilimanscharo, der höchste Berg Afrikas, ist das außergewöhnlichste Wanderziel in Ostafrika. Allerdings sind gute Gesundheit und sportliche Vorbereitung sowie ein großer Geldbeutel Grundvoraussetzungen für die Besteigung.

Wer noch mehr Herausforderung sucht, kann sich auch am Mount Meru, dem vierthöchsten Berg Afrikas, versuchen.

Mount Meru ist von Arusha wunderbar zu sehen und von Moshi hat man eine herrliche Sicht auf den eindrucksvollen Kilimandscharo mit schneebedeckter Spitze.

Kilimandscharo

Mount Kilimandscharo in der Ferne

Mount Meru Tansania

Mount Meru hinter Wolken

4. Usambara-Berge

Geheimtipp!

Auf halber Strecke zwischen Moshi / Kilimanscharo und der Milionenmetropole Dar-Es-Salaam, liegen die wunderschönen Usambara-Berge. Lushoto ist Ausgangspunkt für Ein- oder Mehr-Tageswanderungen, alle ohne besondere Vorbereitung relativ leicht zu wandern.

Die Gegend ist von Landwirtschaft geprägt, jeder Fleck Erde wird bepflanzt mit Kartoffeln, Karotten, Bohnen etc. Des weiteren läuft man durch vielfältige Wälder, von tropischem Wald bis heimischen Kiefernwald alles dabei. Außerdem großartiger Einblick in das ländliche Leben des Volkes Sambaa. Nach der Anstrengung gibt es als Belohnung grandiose Aussichtspunkte über die Massai Steppe, die Pare Mountains bis nach Kenia an klaren Tagen.

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saftig grüne Felder

Usambara Berge Wanderung

Wanderung mit Guide John durch die Usambara Berge

Irente View Point Tansania Ausblick

Sonnenuntergang am Irente View Point

5. Sansibar

Sansibar ist teilautonomer Staat von Tansania.

Mit der Fähre kommt man in zwei Stunden von Dar-Es-Salaam zur Inselhauptstadt Stonetown, deren Altstadt UNESCO-Welterbe ist. Ich hatte so ein bisschen Kuba-Feeling: heruntergekommene alte Gebäude mit Charme, Sonne, Meer, freundliche, gelassene Menschen.

Traumstrände gibt es wie Sand am Meer (höhö😉 ). Weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, immer Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Paradies wie für mich gemacht. Bilderbuchreif!!

Dau Sansibar Insel Paradies Jambiani

Traditionelles Dau in Jambiani

Jambiani Sansibar Insel Paradies Reef Beach

Traumhaftes Jambiani

sunset sonnenuntergang stonetown sansibar

Sonnenuntergang in Stonetown

Fazit: Traumhaftes Land!! Für das Festland von Tansania sollte man mindestens 2 Wochen einplanen. Es gibt unzählige Nationalparks, interessante Kulturen innerhalb einer Nation und eine wunderschöne Küste. Wer weiter in Süden oder Westen fahren möchte, muss viel mehr Zeit einrechnen. Für die Strände von Sansibar und Stonetown sollte man auch mindesten 5 Tage einrechnen.

Von Deutschland gibt es täglich Flüge nach Tansania, von Kenia kommt man einfach mit dem Bus über die Grenze und nach Sambia ganz gemütlich mit dem Zug.

Welche Unterkunft passt zu mir?

Wenn die Unterkunft auf Reisen nichts taugt, kann der Rest noch so schön sein  ̶  man fühlt sich nicht wohl. Dass das nicht passiert und die Unterkunft zu dir passt, solltest du dich vor der Reise fragen, welcher Unterkunftstyp du bist.

Auf meinen Reisen habe ich schon einiges von Camping, Couchsurfing, AirBnB bis hin zu Spitzenhotels ausprobiert. Mal möchte ich Geld sparen und gehe in ein Mehrbettzimmer ins Hostel, wann anders schaue ich, ob ich über Couchsurfing Einheimische kennenlernen kann und bei ihnen evtl. auch übernachte. Wann anders möchte ich einfach meine Ruhe haben und wähle dann ein Einzelzimmer im Hotel aus. Bei einer längeren Reise kann auch ein Mix aus verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten reizvoll sein.

Man sollte sich fragen:

  • Wie viel Komfort brauche ich?
  • Wie viel Privatsphäre brauche ich? Kann ich ein Zimmer mit jemanden teilen?
  • Wie wichtig ist mir das Essen in der Unterkunft
  • Wie viel Geld möchte ich ausgeben?

Hostel: preiswert, simpel, gemeinschaftlich

Eine preiswerte Variante sind Hostels, die weltweit in Touristenhochburgen zu finden sind. Je nach Hostel gibt es meist gemischte, ganz einfach eingerichtete Mehrbettzimmer, von 4-Bettzimmer bis 16-Bettzimmer kann alles dabei sein. Manchmal gibt es auch nach Geschlecht getrennte Zimmer. Ich würde sagen, die Mehrzahl der Gäste ist zwischen 18 und 35 Jahren.

+++ Pro: Sobald man über seine Reiseroute und Erlebnisse erzählt, ist man im Gespräch, geht mit der Gruppe was trinken, macht Ausflüge etc. Anschluss garantiert, wenn man alleine unterwegs ist und ein bisschen kommunikativ ist.

— Kontra: Nerven können laute Mitbewohner, die nachts das Licht anmachen, schnarchen, unnötig Lärm machen, früh morgens packen, während man schlafen möchte. Je nach Gegend kann das Hostel die Partyzentrale schlechthin sein. Ohrnstöpsel einpacken empfohlen.

Viele Hostels kann man unter Hostelworld finden und kann man nach z.B. nach Ort, Preis oder Bewertung sortieren.

 

 

Couchsurfing: Austausch mit Einheimischen

Mich begeistert die Idee, nicht nur Tourist zu sein, sondern mit einem Einheimischen zu leben und was vom „echten“ Leben vor Ort mitzubekommen. Bei Couchsurfing richtet man änhlich wie bei Facebook ein Profil ein und kann das Profil von Einheimischen begutachten. Bei Gefallen anfragen, ob man bei Ihnen übernachten kann. Couchsurfing ist nicht mit einer kostenlosem Hotel zu verwechseln. Es sollte nach Möglichkeit auch das eigene Zuhause zum „couchsurfen“ abgeboten werden.

+++Pro: Einblick ins Leben vor Ort. Abseits von Touristenpfaden. Kultureller Austausch. Je nach Zeit des Gastgebers könen gemeinsame Unternehmungen gemacht werden. Man kann viel Zeit zusammenverbringen, muss aber nicht.

—Kontra: Ich war jahreslang auf Couchsurfing unterwegs und habe weltweit großartige Menschen kennengelernt, allerdings wurde es mir in letzter Zeit etwas zu viel zur Dating-Seite genutzt. Außerdem nervt, dass einige Leute CS mit einem kostenlosen Hotel verwechseln, Geld sparen wollen und Null Interesse am Leben vor Ort haben.

Insbesondere in beliebten Großstädten wie London, Paris oder Barcelona ist es schwer einen Gastgeber zu finden, da sie mit Anfragen überschüttet werden.

Couchsurfing

Camping: Für Naturverbundene

Habe ich auch erst kürzlich Spaß drangefunden. Luxus sinkt meist gen Null, nur das Nötigste mitbringen, aber die Einfachkeit und die Nähe zur Natur macht glücklich!

+++Pro: mitten in der Natur. Einfach. Unabhängig. Ruhe pur.

—Kontra: Meist wenig Platz zum Ausbreiten. Es kann schon mal nachts ganz schön kalt im Zelt sein, dafür steht man morgens früh freiwillig auf, weils zu heiß im Zelt wird. Auf einer Isomatte schlafen ist nicht für jeden was. Selbstversorger. Wer Luxus braucht, ist hier falsch.

Hotel: Privatsphäre in allen Preisklassen

Business-, Familien-;Wellness- oder Luxushotels ̶ Hotels können je nach Sterne, Lage und Ausstattung komplett unterschiedliche Preise haben. Was sie aber alle verbindet, ist, dass man sein eigenes kleines Reich im Einzel- oder Doppelzimmer mit Bad hat. Tür zu und Ruhe. Oftmals ist ein Restaurant angeschlossen, sodass man für die Mahlzeiten versorgt ist.

Gute Deals unter www.hotels.com oder www.booking.com

Resorts: sorgenfrei

Resorts sind meist in den typischen Urlaubsregionen anzufinden.

+++Pro: Man wird ständig bekocht und es werden oftmals diverse Sportangebote und Ausflüge angeboten. Zimmer wird auch oft gereinigt. Alles easy.

Kontra: Wenn die Ferienanlage gefällt, bleibt man meist die ganze Zeit dort und bekommt nichts von der Kultur vor Ort mit.

 

Pensionen, Gästehaus, Bed & Breakfast: familiär

Ich verstehe darunter ein kleineres Hotel der einfacheren Kategorie, das eher in einer ländlichen Region zu finden ist. Standard wäre für mich ein eher rustikales Einzel- und Doppelzimmer mit Frühstück. Oftmals Familienbetriebe von Einheimischen.

+++Pro: auch in abgelegenen Gebieten, nicht überteuert

Kontra: manchmal etwas altbacken (muss aber nicht!)

 

AirBnB: Wie ein Einheimischer wohnen

Immer beliebter, da man auf Airbnb.de nach Stadt, Preisvorstellung und Zimmerart (Einzel- oder Gemeinschaftszimmer oder ganze Wohnung) filtern kann. Die vom Gastgeber veröffentlichten Fotos geben meist schon einen guten Eindruck, wie die Wohnung von innen aussieht. Der private Gastgeber stellt oftmals ein leerstehendes Gästezimmer in seiner Wohnung für ein paar Tage zur Verfügung. Preislich zwischen Hostel und Hotel.

+++Pro: gutes Gefühl, nicht Touri zu sein, sondern in einer normalen Wohngegend mit Anschluss zu Einheimischen zu wohnen. Gegen Bezahlung, aber ohne Verpflichtung auf gemeinsame Unternehmungen wie bei Couchsurfing.

Kontra: Der Gastgeber kann sich dein Profil anschauen und bestimmen, ob du bei ihm zu Hause willkommen bist. Ums Essen (außer evtl Frühstück) muss man sich selbst kümmern.

AirBnB

Zug, Bus, Schiff: zeitsparend

Wer viel in kurzer Zeit sehen möchte, sollte mal über diverse Fortbewegungsmittel mit Schlafmöglichkeiten nachdenken.

+++Pro: Kann super sein, abends in einen Fernbus zu steigen und morgens am Ziel aufzuwachen.

Kontra: Kann laut, unbequem und nervtötend sein.

 

Fazit: Alles hat seine Vor-und Nachteile. Mache ein bisschen Recherche, und buche so, wie du dich fühlst und was gerade am Besten zu dir passt. Viel Spass beim Reisen!

Was ist dein Favorit unter den Unterkünften? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Lust auf AirBnB bekommen?  Wenn du noch nicht bei Airbnb angemeldet bist, kann ich als Freund werben. Dein Vorteil: Du bekommst ein Startguthaben und hast Vergünstigungen auf die erste Buchung. Großartig, oder? www.airbnb.de/c/annem217?s=8